Jan Oelker wurde 1960 in Dresden geboren und wuchs in Cottbus auf. Er studierte Kraftwerkstechnik und war bis 1990 an der TU Dresden tätig. Seit 1991 ist er als freiberuflicher Fotojournalist tätig. Das Verhältnis von Mensch und Umwelt, insbesondere im Zusammenhang mit Energieumwandlung, wurde sein Schwerpunktthema.
Die Transformation der Landschaft durch den Braunkohle-Bergbau in der Lausitz übt bis heute eine ambivalente Faszination auf ihn aus. Doch schon früh fand er in den erneuerbaren Energien ein zukunftsweisendes Thema. Seit die ersten Windkraftanlagen in Sachsen 1992 ans Netz gingen, begleitet Jan Oelker die Entwicklung der Windenergie mit der Kamera. Er arbeitet für verschiedene Fachzeitschriften, Verbände und Unternehmen. Seine Foto-Reportagen erschienen in Magazinen wie GEO, Stern oder p.m.-Magazin. Die Historie der Windenergie dokumentierte er in dem von ihm herausgegebenen Buch „Windgesichter – Aufbruch der Windenergie in Deutschland” (Sonnenbuch-Verlag, Dresden, 2005). Für die GEO-Reportage „Strategiespiel um die Windkraft“ erhielt er im Jahr 2006 den Journalistenpreis „Deutschland hat unendlich viel Energie“ der Agentur für Erneuerbare Energien.
Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf der Reisefotografie. Jan Oelker bereiste über 40 Länder auf vier Kontinenten. Seine wichtigsten Reiseziele liegen jedoch immer wieder im Osten. Seit Mitte der 1980er-Jahre hat er die Länder der ehemaligen Sowjetunion über 25 Mal besucht. Da er selbst im Osten Deutschlands aufgewachsen ist, interessiert ihn besonders, wie sich die Transformation dieser Gesellschaften auf den Alltag der Menschen auswirkt und wie sie die Emanzipation vom Erbe der Sowjetunion meistern. In den Neunzigerjahren reiste Jan Oelker für verschiedene Foto- und Buchprojekte mehrmals nach Kamtschatka und auf die Tschuktschenhalbinsel. Weitere Reiseziele in Asien waren die Vereinigten Arabischen Emirate und der Oman (2005), China (2008, 2009 und 2011), die Mongolei (2013), der Iran (2016) und Japan (2018).
Jan Oelker ist Teil des ehrenamtlichen Kuratorenteams der Galerie nEUROPA (Kultur Aktiv e.V.) und Mitglied bei Freelens e.V. sowie beim Deutschen Journalisten-Verband e.V.
Foto: Dorothea Prang



