NO DIRECTION ist eine Serie abstrakter Malereien mit subtil surrealen Elementen, die sich mit dem Zustand der Orientierungslosigkeit auseinandersetzen – geografisch, psychologisch und existenziell.

Über Jahrhunderte hinweg orientierten sich Menschen am Sonnenstand, an Sternbildern oder am Wind. Heute ist die Richtung jederzeit verfügbar – digital berechnet, präzise markiert und scheinbar eindeutig. Ein kurzer Blick auf das Smartphone genügt, und der Weg erscheint.
Doch was geschieht, wenn dieses System nicht mehr greift?
Wenn kein Signal vorhanden ist, wenn der Himmel dunkel bleibt und die einzige Anweisung eine vage Geste ins Ungewisse ist?
Die Werkserie entstand aus einer persönlichen Erfahrung, in der Richtung nicht länger Koordinaten bedeutete, sondern Instinkt. Orientierung wurde zu etwas Fragilem – zu einer Projektion zwischen Hoffnung und Angst.
In den Arbeiten lösen sich räumliche Strukturen auf. Formen tauchen auf und verschwinden wieder, Licht bricht durch die Oberfläche, ohne einen klaren Pfad zu definieren. Die Malerei selbst wird zu einem Akt der Navigation – zwischen Bewegung und Stillstand, zwischen Kontrolle und Loslassen.
NO DIRECTION versteht sich weniger als geografische Erzählung denn als Reflexion über einen inneren Zustand. Die Serie stellt die Frage, was bleibt, wenn äußere Orientierungssysteme versagen – und ob im Verlust der Richtung die Möglichkeit einer neuen, inneren Ausrichtung liegt.



