Die Natur ist voller wiederkehrender Formen, Strukturen und Muster. Manche erschließen sich erst aus der Nähe, andere verändern sich mit dem Licht und hinterlassen Spuren, die auf ihre Entstehung verweisen.
In ihren von Hand geprägten Papierarbeiten untersucht Astrid Bergström solche Strukturen und übersetzt sie in eine eigene Bildsprache. Durch die Prägung wird das Papier selbst zum Träger der Form. Licht und Schatten lassen die Arbeiten je nach Blickwinkel unterschiedlich erscheinen – Strukturen treten hervor, verändern sich oder entziehen sich beinahe vollständig der Wahrnehmung. Die Prägungen verleihen den Arbeiten eine besondere haptische Qualität. Ihre Oberflächen laden dazu ein, näher heranzutreten, und wecken zugleich den Impuls, sie berühren zu wollen.
Die Ausstellung entsteht aus der Auseinandersetzung mit den Pflanzen, die bei Teerausch als Tee angeboten werden. Bergström studiert dabei die Formen und Strukturen ausgewählter Pflanzen und entwickelt daraus neue Arbeiten. In einem Teil der Ausstellung widmet sie sich der Verwandlung der Pflanze durch den Menschen – vom natürlichen Blatt über seine Verarbeitung bis hin zur erneuten Entfaltung im Wasser.
Die Ausstellung lädt dazu ein, langsamer zu betrachten, näher heranzutreten und die feinen Formen der Natur neu zu entdecken.
Die Ausstellung geht vom 26. September bis 31. Oktober 2026.



